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Porträt Otto Nagel


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Objektbeschreibung

Förster erhielt den Auftrag des Magistrats von Berlin (Ost), ein Porträt des verstorbenen Malers Otto Nagel (1894–1967) für das Otto-Nagel-Haus zu fertigen. Das diesem zu Ehren benannte Haus am Märkischen Ufer in Berlin wurde von 1973 bis 1995 als Museum genutzt und zeigte Ausstellungen zu Leben und Werk Nagels sowie – zu DDR-Zeiten – zur „proletarisch-revolutionären“ Kunst der 1920er- und 1930er-Jahre. Förster war mit dem früheren Präsidenten der Akademie der Künste der DDR bekannt gewesen: „Otto Nagel begegnete ich, als ich 1959 Meisterschüler an der Deutschen Akademie der Künste wurde. Ich hatte das Glück, ihn in Gesprächen zu erleben, die einen ganz konkreten Eindruck hinterließen und die mir auch etwas von seinem Wesen und viel von seinem Habitus mitteilten. Seine Erscheinung hatte etwas Zeichenhaftes, Gerades und – trotz Alter und Krankheit – durchaus Ungebrochenes. Vielleicht war es dieser Zug, der ihm eine ganz selbstverständliche Würde und Repräsentanz verlieh. Er schien mühelos, ohne inneren Bruch, den Weg vom ‚Malerproleten‘ zum Präsidenten der Akademie gegangen zu sein.“ (Wieland Förster. Plastik und Zeichnungen. Eine Sonderausstellung des Stadtmuseums Weimar und des Goethe-Nationalmuseums, Ausst.-Kat. Weimar 1988, S. 15 f.) | Emily Joyce Evans