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Objektbeschreibung

Metzkes malte „Das Pferd“ im September 1968. Wir befinden uns vor einem seltsam schmalen Streifen Land, der sich unter einen weiten Himmel zurückzuziehen scheint. Der so entstehende Ort lässt der kreatürlichen Erscheinung des Pferdes allen Raum, zeigt das Näherkommen eines zwischen Neugier und Scheu verharrenden Wesens. Zur Entstehung berichtete Metzkes von dem Wunsch, ein reitendes Kind (die Tochter Verena) darzustellen. Ein erster Impuls dazu entstand bei einem Spaziergang durch den Berliner Friedrichshain, den er sich auch als Kulisse des Motivs vorgestellt hatte. In der Tat wurde das Bild mit einer Seitenansicht des Schimmels und einem auf ihm sitzenden Kind begonnen. Im Verlauf des Malens „drehte“ Metzkes das Pferd weiter und weiter, bis es in der frontalen und damit malerisch anspruchsvollsten Ansicht im Bild – und ohne Reiterin war. Während er die Seitenansicht als mit Blick auf das Motiv am aussagekräftigsten, aber ohne Beziehung zum Betrachter erkannte, war ihm daran gelegen, das Pferd „mehr und mehr zum Begegnungs-Pferd, zum Gegenüber“ werden zu lassen (Ateliergespräch mit dem Verfasser, 28.7.2009). Die Reduktion der „Landschaft“ auf die beiden sichtbaren Elemente dürfte Teil dieses Bestrebens gewesen sein. | Jörg Makarinus