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Ein weites Feld


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Objektbeschreibung

„Ein weites Feld“ wird von einem strahlend blauen, weiten Himmel beherrscht, unter dem sich eine scheinbar unendliche, erdig-braune, zerfurchte Ackerfläche erstreckt. Auf den zweiten Blick erkennt man am Horizont einen landwirtschaftlichen Betrieb mit Getreidesilos sowie auch eine Gewitterfront, die sich am rechten Bildrand formiert. Im Bildvordergrund dominiert eine trostlose Bauminsel, auf der einige Kinder spielen. Das Gemälde geht auf eine kleine Fassung gleichen Titels aus dem Jahr 1968 zurück (WVZ Michels 2017, G 68/11), die jedoch allein durch die Farbwahl eine optimistischere Atmosphäre vermittelt. Wie in dem Gemälde baut der Künstler dort einen spannungsreichen Kontrast zwischen Himmel und Erde, Weite und Nähe in der vom Menschen geprägten Natur auf. In einer nicht immer unmittelbar zu entschlüsselnden Doppelbödigkeit können Mattheuers Landschaften und insbesondere auch „Ein weites Feld“ als Allegorien oder Gleichnisse für die existenzielle Geworfenheit des Menschen interpretiert werden, seine Einsamkeit und seine Konflikte in der Gesellschaft. 1973 wurde Mattheuer mit dem Kunstpreis der DDR geehrt, ein Jahr später legte er aus persönlichen und ideologischen Gründen seine Professur an der Hochschule für Grafik und Buchkunst nieder. | Maike Steinkamp