Porträt Walter Ulbricht
Objektbeschreibung
Zwei Jahre nachdem Arnold mit seiner Porträtreihe historischer, vorbildhafter Persönlichkeiten der Arbeiterbewegung begonnen hatte, wandte er sich Personen des aktuellen zeitgeschichtlichen und politischen Geschehens zu. 1969 fertigte er die Büste von Walter Ulbricht (1893–1973) an, dem Staatsratsvorsitzenden und damit einflussreichsten Politiker der DDR. Arnolds Absicht war es, mit seiner Kunst nicht nur die Zeitgeschichte abzubilden, sondern sie auch als Medium zur Bildung und Erziehung einer sozialistischen Gesellschaft einzusetzen. In diesem Sinne beschrieb auch Gerhard Rudolf Meyer, von 1958 bis 1976 Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin im Ostteil der Stadt, Arnolds gesellschaftlichen Einfluss: „Sein Auftraggeber ist das Volk, ihm legt er Rechenschaft ab in seinen Werken, unserer Jugend aber ist er Vorbild und Lehrer.“ (Gerhard Rudolf Meyer, Geleit, in: Walter Arnold. Ausstellung zu seinem 50. Geburtstag, Deutsche Akademie der Künste, Berlin [Ost] 1959, S. 1) Aufgrund ihrer Relevanz wurde die Büste „Porträt Walter Ulbricht“ direkt nach ihrer Fertigstellung 1969 mit Mitteln des Ministeriums für Kultur der DDR angekauft. | Jill Praus