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Medaille Max Pechstein


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Objektbeschreibung

Der Maler und Grafiker Max Pechstein (1881–1955) war ein bedeutender Vertreter des Expressionismus. Scheibe lernte ihn in Berlin kennen, wo sich beide in denselben gesellschaftlichen Kreisen bewegten. Die NS-Zeit erlebten die stilistisch so verschiedenen Künstler auf unterschiedliche Weise. Während Scheibe zu den vom nationalsozialistischen Regime bevorzugten Künstlern gehörte, wurde Pechsteins Kunst diffamiert. Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges fanden sowohl Scheibe als auch Pechstein mit seiner Familie zeitweise Unterkunft in der Wohnung des Ehepaares Eduard und Mica Pietzsch in Charlottenburg. Beide Künstler wurden von Karl Hofer an die neugegründete Hochschule für bildende Künste berufen. Die Bronzemedaille, entstanden anlässlich von Pechsteins 65. Geburtstag, zeigt ihn im Profil nach links blickend. Auf der Rückseite ist ein liegender Akt abgebildet, Tauben fütternd – wahrscheinlich die allegorische Darstellung von Mutter Erde. In der Sammlung der Nationalgalerie befinden sich weitere der zahlreichen Bildnismedaillen Scheibes aus der Nachkriegszeit: von Karl Hofer (B 52), Renée Sintenis (B 508 und NG 92/81), Georg Kolbe (B 230), Karl Schmidt-Rottluff (B 136) und Gerhard Marcks (B 232). | Philine Pahnke