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Porträt Josef Hegenbarth


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Objektbeschreibung

Der Bildhauer Volwahsen, ab 1925 an der Kunstakademie in Dresden bei Karl Albiker und Rudolf Born ausgebildet, teilte mit Josef Hegenbarth und anderen Künstlern seiner Generation nach 1945 die Hoffnung auf eine neue, freie Entwicklung der Kunst. 1946 war er Mitorganisator und Jurymitglied der „Allgemeinen Deutschen Kunstausstellung Dresden“, gesamtdeutsch und unter bewusster Einbeziehung moderner Künstler. In seiner Eröffnungsrede formulierte er: „Die Ausstellung soll zeigen, daß Kunst eine Arbeit ist, nicht nur für den Schaffenden, sondern auch für den Betrachter. […] daß wir nicht mit Verordnungen Kunst machen müssen, sondern daß wirklich eine Kunst entsteht als Stil und Ausdruck des Lebens unserer Zeit.“ (Ausst.-Kat., Dresden 1946, o. S.) 1948 wurden Josef Hegenbarth und Volwahsen in der nur von 1946 bis 1950 erschienenen „Zeitschrift für Kunst“ mit monografischen Artikeln gewürdigt, im selben Heft legte Volwahsen umfassend seine Kunstauffassung dar. Zur gleichen Zeit entstanden das Gipsmodell und die Bronzebüste Hegenbarths. Ab Anfang der 1950er-Jahre aber zeichnete sich ab, dass die Kunstfreiheit wieder beschränkt werden würde. 1952 erhielt Volwahsen den Kunstpreis der Stadt Köln. Ende 1953 verließ er schweren Herzens Dresden und die DDR. Zuvor zeigte er die Büste des Freundes Hegenbarth noch auf der „3. Deutschen Kunstausstellung“, die bereits ganz auf einen sozialistischen Realismus setzte. Hegenbarth und Volwahsen hatten vor dessen Übersiedlung Ateliers im Künstlerhaus Dresden-Loschwitz. Zum Loschwitzer Freundeskreis gehörte auch Wilhelm Lachnit, der 1946 Frau Volwahsen gemalt hatte (A IV 523). | Angelika Wesenberg