Structural Constellation N-35
Objektbeschreibung
Albers’ „Structural Constellations“ bilden eine lockere Werkgruppe, die er 1949 begann und bis mindestens 1971 fortführte. Wie bei „Structural Constellation N-35“ bestehen sie aus geraden weißen Linien in zwei unterschiedlichen Stärken auf schwarzem Grund. Scheinbar einfach, entfalten sie doch eine wechselvolle Wirkung, denn die weißen Linien zeichnen Formen und Flächen und schaffen damit stellenweise Illusionen der Tiefe, die sich gleich im nächsten Bildabschnitt wieder auflösen. Das Werk im Bestand der Nationalgalerie hebt sich durch sein Material, Vinyl, von übrigen „Structural Constellations“ etwas ab; die schwarze Oberfläche ist glatt und glänzend. Die weißen Linien sind sichtbar eingeritzt und sie unterbrechen die Spiegelung. Bei vielen anderen „Structural Constellations“ handelt es sich um Drucke oder Zeichnungen, darunter drei, die sich im Berliner Kupferstichkabinett befinden. Durch das Experimentieren mit Räumlichkeit und Perspektive stehen diese Arbeiten in engem Zusammenhang mit den „Multiplex“-Bildern und anderen Holzschnitten mit geometrischen Formen (NG-FCFC 171/14, NG-FCFC 172/14 und NG-FCFC 173/14). | Emily Joyce Evans