Blumen mit zerstörter Plastik
Objektbeschreibung
1987 erwarb die Nationalgalerie (Ost) zwei Stillleben Womackas. „Blumen mit zerstörter Plastik“, das motivisch klassischere der beiden, wurde aus Mitteln des staatlichen Kulturfonds angekauft, 20 Jahre nach seiner Entstehung. Inzwischen allerdings entwickelte sich Womackas Kunst in Richtung Pop-Art, sein gefälliger sozialistischer Realismus der 1950er- und 1960er-Jahre hatte längst an Anziehungskraft verloren. Das Gemälde steht zwischen diesen stilistischen Polen. Um 1970 schuf der Künstler mehrere Fassungen eines althergebrachten Themas: üppige, tupfig-bunt verwaschene und dezent surreale Kompositionen aus Blumen, Pflanzen und Torsi oder Puppen. Das kunsthistorisch schon fast übertrieben kanonisch und somit unvermeidlich bürgerliche Sujet macht den staatlich unterstützten Ankauf bemerkenswert. | Sven Haase