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Objektbeschreibung

Bekannt wurde der katalanische Bildhauer Manuel Martínez Hugué unter dem Namen Manolo Hugué oder auch nur Manolo. Sein Stil, der ihn über die Grenzen Kataloniens hinaus berühmt werden ließ, bewegt sich zwischen dem Noucentisme, einer katalanischen Form des Neoklassizismus, und dem Kubismus. Doch auch die zwischen 1901 und 1910 in Paris geschlossenen Freundschaften mit Pablo Picasso, Georges Braque, Juan Gris, Erik Satie und vor allem dem Galeristen Daniel-Henry Kahnweiler, mit dem er bis 1933 überdies geschäftlich verbunden war, trugen zu seiner Bekanntheit bei. Finanziell abgesichert konnte er sich schließlich mit seiner Frau Totote (Jeanne de Rochette) im südwestfranzösischen Céret an der spanischen Grenze niederlassen, wo sich auch Picasso, Braque und Gris 1912 und 1913 für längere Zeit aufhielten. Manolos realistische Arbeiten sind der antiken griechisch-römischen Tradition verhaftet und haben Aristide Maillol, Auguste Rodin und Medardo Rosso zum Vorbild. Sie zeigen volkstümlich und lebensnah zumeist Toreros oder Flamencotänzerinnen, sind aber auch den Motiven Mutter und Kind sowie dem weiblichen Akt gewidmet, wie die im Kriegsjahr 1914 entstandene „Hockende Frau“. Mit weit geöffneten Augen hat sie gedankenverloren ihren Kopf auf die rechte Schulter gelegt, ihre Arme sind verschränkt. Eine schwungvolle Linie fasst die ausladenden Rundungen des Aktes, der sich in die imaginäre Form eines Kubus drängt, archaisch und monumental. | Johanna Yeats