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Blumenstrauß in Kanne Verso: Weiblicher Akt mit Ornamenten


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Objektbeschreibung

Nach einer Lehre als Dekorationsmaler in Gera und ausgestattet mit einem schmalen Stipendium schrieb sich Dix im Herbst 1910 an der Kunstgewerbeschule in Dresden ein. In der konservativ ausgerichteten Lehranstalt erhielt er eine handwerkliche und technische Ausbildung, die zu Anfang ganz auf das Zeichnen konzentriert war. Dazu gehörte auch das Erfassen von Pflanzen. Aus jener Zeit sind einige Gouachen erhalten, in denen deutlich wird, mit welcher minutiösen Genauigkeit Dix diese wiedergeben konnte. Dem gegenüber steht das Gemälde „Blumenstrauß in Kanne“: Hier sind die Pflanzen wesentlich abstrahierter und dynamischer dargestellt. Die herabhängenden dunklen Köpfe deuten darauf hin, dass die Blüten bereits verwelken. Um das Gebinde hervorzuheben, hat Dix den Umriss von Gefäß und Pflanzen hell unterlegt. Der übrige Bildraum ist durch einzelne dunkle Pinselstriche skizziert. Vor allem in den Ecken scheint der Maluntergrund deutlich durch. Pflanzen spielten in der weiteren Entwicklung von Dix eine wichtige Rolle. So sind Blumen in vielen seiner Gemälde und Zeichnungen zu sehen, wobei der Künstler sie vor allem bei manchen Porträts (vgl. „Familie des Malers Adalbert Trillhaase“, B 87) als dekorative und zugleich symbolische Attribute verwendete. Auf der Rückseite von „Blumenstrauß in Kanne“ befinden sich Reste eines weiblichen Akts vor einem gemusterten Hintergrund. | Sven Beckstette