Logo

Christian Rohlfs


FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Zschokke gab berühmte Persönlichkeiten wieder, zum Beispiel Friedrich Nietzsche oder Stefan George (B III 101), und schuf als Auftragswerke Bildnisse des damaligen Oberbürgermeisters von Köln, Konrad Adenauer, sowie des Direktors der Nationalgalerie, Ludwig Justi. Doch vor allem widmete er sich Künstlerporträts. Nach Zschokkes künstlerischem Durchbruch, welcher ihm 1928 mit einer Sonderausstellung in der renommierten Berliner Galerie Ferdinand Möller gelang, entstand in den 1930er-Jahren eine ganze Reihe von Bildnissen expressionistischer Künstler. Neben Porträts von Paul Klee, Erich Heckel und Otto Mueller modellierte der Bildhauer auch die Büste von Christian Rohlfs (1849–1938). Der deutsche Maler war ein Wegbereiter der Moderne gewesen – kein umstürzlerischer Künstler, doch einer, dessen Werk wichtige Zeitströmungen widerspiegelt. Im Laufe der Zeit hatte er seine Arbeit von der klassischen Akademiemalerei zum späten Impressionismus und schließlich zum Expressionismus entwickelt. Als die Büste entstand, war Rohlfs 81 Jahre alt und malte vornehmlich Aquarelle mit Pflanzenmotiven. Mit seinen Porträtköpfen hat Zschokke antike Formen neu interpretiert; dabei setzte er es sich zum Ziel, das Wesenhafte des Charakters sichtbar zu machen. | Johanna Yeats