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Porträt Hanns Eisler


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Objektbeschreibung

Der in Wien aufgewachsene Komponist Hanns Eisler (1898–1962), ein Schüler Arnold Schönbergs, ging 1925 nach Berlin, wo er zum Kreis um Bertolt Brecht gehörte. Seine sozialistischen Neigungen festigten sich in dieser Zeit. Hier wurde er gewissermaßen zum politischen Künstler und schrieb Arbeiterlieder wie das „Solidaritätslied“ (1929/1931) oder das „Lied des Arbeitslosen“ (1929), später auch Filmmusik. 1933 musste Eisler aufgrund seiner jüdischen Wurzeln und politischen Überzeugungen Deutschland verlassen; von 1938 bis 1948 lebte er in New York und Los Angeles, bis er die USA aufgrund der politischen Verfolgung von Kommunist*innen und deren Sympathisant*innen verließ. Als Kommunist und Schönberg-Schüler fand er auch im Wien der Nachkriegszeit keine Anstellung; so lebte er einige Jahre zwischen Wien und Ost-Berlin, äußerte sich kritisch sowohl über den Sozialismus als auch über den Kapitalismus. 1949 komponierte Eisler die Nationalhymne der DDR, kurz darauf wurde er Professor an der 1950 gegründeten Deutschen Hochschule für Musik, die nach seinem Tod in Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin umbenannt wurde. Förster lernte den Komponisten in der Deutschen Akademie der Künste kennen, das Porträt entstand kurz vor Eislers Tod. Später berichtete Förster, dass ein Funktionär des Ministeriums für Kultur es für unpassend gehalten hätte, Eislers abstehende Ohren wiederzugeben, doch er fand: „Aber er hatte sie und stand zu ihnen!“ (Wieland Förster. Porträtplastiken, Ausst.-Kat. Marbach am Neckar, 2000, S. 60). | Emily Joyce Evans