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Tierlandschaft


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Objektbeschreibung

Unmittelbar nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges wurde Trökes in Berlin zum Mitgründer und ersten künstlerischen Leiter der Galerie Gerd Rosen am Kurfürstendamm. Aktiv beteiligte er sich in dieser Zeit auch als Autor der Zeitschrift „Das Kunstwerk“ an Diskursen um die zeitgenössische und moderne Kunst im Nachkriegsdeutschland. In dieser Zeit entstand das Werk „Tierlandschaft“. Schwarze Vögel und animalische Gestalten gehen fließend ineinander über, gegliedert nur durch einzelne farbige Partien des Gefieders oder der Augen. Geradezu unscheinbar ist im Zentrum dieser Tiermasse eine menschliche, weiblich anmutende Gestalt. Deutlich ist hier noch der Einfluss des französischen Surrealismus, von dem sich Trökes ab 1950 emanzipierte. Zeit seines Lebens war der Maler aber ein Verfechter des „Antinaturalismus“, der Entwicklung aus „der imitativen Kunst“ hin zu einer „imaginativen oder intuitiven“, wie er in seiner Antrittsvorlesung an der Staatlichen Hochschule für Baukunst und bildende Kunst in Weimar 1947 ausführte (Heinz Trökes, Moderne Kunst und Zeitbewusstsein, in: Heinz Trökes. Die frühen Jahre, Weimar 2013, S.19). Ihm ging es darum, mit der Kunst den strukturellen Zusammenhang der Dinge zu ergründen. Mit dieser progressiven Forderung scheiterte Trökes in Weimar schon wenige Monate nach seiner Berufung – zu doktrinär waren ihm die dort geltenden Lehrgrundsätze. | Dorothea Schöne