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Großer Gewitterhimmel


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Objektbeschreibung

Neben dem Porträt und Landschaftsdarstellungen – häufig das Elbufer – sind Himmelszonen und dramatische Wolkenbildungen eigenständige Motive für Lepke. Sie malte lange ausschließlich im Außenraum vor Ort und entwickelte ihre Werke während der stetigen Veränderung des Lichts und der Farben. Ihre Bilder bewegen sich daher im Spannungsfeld zwischen Gegenständlichkeit und Abstraktion. Bewegte Gegenstände oder Landschaften sind für sie notwendige Impulse für eine starke visuelle Eingebung. Dazu äußerte sie: „Das Allerspannendste ist doch, wenn der Baum sich im ständigen Wechsel des Lichtes bewegt und ich ihm mit dem Blick, mit dem Pinsel hinterherlaufen muß, bis ich in einen Zustand der Erschöpfung falle.“ (Lepke im Gespräch mit Ulrike Rüdiger, in: Jutta Penndorf und Ulrike Rüdiger [Hrsg.], Gerda Lepke, Ausst.-Kat., Altenburg, 1999, S. 22) Die Art, mit dem Licht umzugehen, das immer wiederkehrt, und zu wissen, was von ihm zu erwarten ist, habe sie von den Impressionisten gelernt, erläuterte sie in dem Zusammenhang. Ihre Werke in die Nähe dieser Vorbilder zu stellen, ist also nicht nur aufgrund ihrer Maltechnik gerechtfertigt. Sie verdichtet in ihren Bildern die Fläche, was bei „Großer Gewitterhimmel“ besonders deutlich wird. Hier füllt das titelgebende Motiv die gesamte Leinwand, nur zwischen den Pinselstrichen zum Rand hin sind weiß belassene Stellen. | Sarah Hampel