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Objektbeschreibung

In den 1960er-Jahren gehörte Nádler dem Budapester Zugló-Kreis an, dessen Mitglieder sich am Konstruktivismus orientierten. Insbesondere der Suprematismus Kasimir Malewitschs sollte auch in späteren Werkphasen ein wichtiger Bezugspunkt für Nádler bleiben. Zu Beginn der 1970er-Jahre schuf er grafische Arbeiten und großformatige Gemälde mit geometrischen Strukturen, die Objekte und Räumlichkeiten eines industriellen Umfeldes evozieren. Zur Erzielung räumlicher Effekte nutzte er ab 1977 verstärkt die Farbe. Das Motiv der „plastischen Diagonale“ wurde hierbei wegweisend, eine geometrische Darstellung aus planen, verschiedenfarbigen Flächen, die sich diagonal ineinander zu verschränken scheinen. Im Werk „Sandvogel 1“ faltet sich vor einem weißen Hintergrund eine räumliche Struktur auf, deren einzelne Flächen mit vier Farbabstufungen in Blau und zwei unterschiedlich hellen Grautönen gefüllt sind, wobei Nádler für Letztere die Ölfarbe mit Sand mischte. Dadurch ergibt sich eine geometrische Form aus räumlichen Komponenten unterschiedlicher Beschaffenheit. 1979 entstand eine größere Serie von Bildern desselben Titels in verschiedenen Formaten. | Irina Hiebert Grun