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Ziehbrücke bei Wieck


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Objektbeschreibung

Eine Holzklappbrücke über den Ryck verbindet seit dem späten 19. Jahrhundert die Greifswalder Ortsteile Wieck und Eldena an der Mündung des Flusses in die Ostsee. Zugketten öffnen die Brücke, um die Durchfahrt von Booten zu erlauben; sonst dient sie meist als Fußgängerbrücke. Heute steht sie noch als technisches Denkmal und als historisches Wahrzeichen von Wieck. In dieser idyllischen malerischen Darstellung ist der Blick durch keinen Verkehr oder andere Aktivität gestört. Beyer zeigt die Brücke vom Ufer aus; Sonnenlicht fällt zwischen den Bäumen auf den Uferweg, und der Fluss spiegelt friedlich das Licht, die Wolken und die niedrigen umliegenden Gebäude. Die breiten, gestischen Pinselstriche wirken impressionistisch. Der Künstler lebte seit 1935 auf Rügen, wo er 1949 Direktor der Landeskunstschule Mecklenburg in Putbus wurde. Danach arbeitete er freischaffend und lebte in Stralsund. Landschaftsbilder stellen den Schwerpunkt seines Schaffens dar. Er unternahm viele Studienreisen, von Skandinavien bis nach Italien und Jugoslawien und später in die Sowjetunion. 1972 wurde er Ehrenprofessor der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Es ist nicht bekannt, wie „Ziehbrücke bei Wieck“ den Weg in den Besitz Wilhelm Piecks, Staatspräsident der DDR, fand und ob er mit dem Künstler bekannt war. Aus Piecks Nachlass kam das Bild an das Institut für Marxismus-Leninismus, das es der Nationalgalerie (Ost) übergab. | Emily Joyce Evans