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Objektbeschreibung

Das „Selbstbildnis“ zeigt den Künstler so, wie er auch auf einigen Fotos Mitte der 1920er-Jahre posiert: Im hemdartigen Malerkittel, mit der qualmenden Pfeife im rechten Mundwinkel und dem Pinsel in seiner rechten Hand. Mit seinem Strohhut und der Pfeife erinnert der Dargestellte unweigerlich an Vincent van Gogh in dessen Selbstporträts, und tatsächlich lassen sich in diesen Jahren des Öfteren motivische und stilistische Anklänge an das Œuvre des Niederländers in Pechsteins Ölgemälden und Tuschzeichnungen finden. Der Strohhut deutet aber auch darauf hin, dass das Bildnis in den Sommermonaten entstanden sein könnte, die der Maler mit seiner Frau Martha und Sohn Frank im ostpommerschen Leba bei seinen Schwiegereltern verbrachte. Am 11. Juli kam dort sein zweiter Sohn, Max Konrad, genannt Mäki, zur Welt. Nur wenige Wochen nach der Geburt wurde die Familie von Berliner Freunden, dem Maler George Grosz und seiner Frau Eva mit ihrem ebenfalls neu geborenen Sohn Peter, besucht. Das „Selbstbildnis“ wurde 1948 aus Pechsteins Besitz für die Galerie des 20. Jahrhunderts in Berlin erworben. Im Jahr zuvor war es auf der Wanderausstellung „Künstler der Ostzone“ in Augsburg, Regensburg und München als „Selbstporträt mit Strohhut“ gezeigt worden. | Aya Soika