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Fleischstand in Alt-Peking


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Objektbeschreibung

Von 1950 bis zu seiner Emeritierung im Jahr 1986 lehrte Sitte an der Kunsthochschule Burg Giebichenstein in Halle/Saale, und dies, obwohl sein freies künstlerisches Schaffen, vor allem von den 1950er- bis in die späten 1960er-Jahre, immer wieder der Kritik der SED ausgesetzt war. Diese wurde durchaus öffentlich artikuliert, während gleichzeitig die offizielle Anerkennung Sittes zunahm. So erhielt er im Februar 1964 den Kunstpreis der DDR und wurde 1969 zum ordentlichen Mitglied der Akademie der Künste berufen. Darüber hinaus wählte man ihn 1964 in den Zentralvorstand des Verbands Bildender Künstler der DDR (VBK), dessen Präsident er zehn Jahre später wurde. Seine öffentlichen Ämter verschafften ihm zahlreiche Privilegien. Er durfte ins westliche Ausland reisen, aber auch nach China. Dort besuchte er 1964 unter anderem die Städte Shanghai, Hangzhou, Suzhou und Peking. Während seines Aufenthalts fertigte er zahlreiche Skizzen an, unter anderem von dem eigentlich für Ausländer*innen und Tourist*innen nicht zugänglichen historischen Stadtteil Pekings. Auf Grundlage dieser Zeichnungen entstand auch das vorliegende Gemälde „Fleischstand in Alt-Peking“, das er in der für ihn typischen expressiven, farbintensiven Malweise ausführte. | Maike Steinkamp