Bildnis Maurice Garçon
Objektbeschreibung
1928 schuf Rhein – von der damaligen Presse als Porträtist und „Maler der Prominenz“ gefeiert (Kasseler Neueste Nachrichten, 11.9.1926, o. S.) – das Bildnis des Pariser Rechtsanwalts Maurice Garçon (1889–1967). Der Sohn eines erfolgreichen Juristen, der eigentlich hatte Dichter werden wollen, war 1927 bei einem Rechtsstreit mit den spiritistisch-okkultistischen Pariser Kreisen in Kontakt gekommen. 1928 hielt er einen ersten Vortrag im 1919 gegründeten Institut métapsychique international, der im Juli/August desselben Jahres in der Zeitschrift „Revue métapsychique“ veröffentlicht wurde. Fasziniert von Hexerei und Okkultismus veröffentlichte Garçon zahlreiche Schriften zu diesen Themen. Daneben war er in den Jahren zwischen 1930 und 1960 in eine Reihe spektakulärer Prozesse involviert, darunter in den Streit um den künstlerischen Nachlass des Malers Pierre Bonnard. 1947 wurde Garçon in die Académie française aufgenommen. | Regina Freyberger