Liebespaar
Objektbeschreibung
Anders als im „Liebespaar“ von 1925 (A IV 55), in dem Grundig sich und seine Freundin Gerda Laube als Proletarierpaar inszeniert hat, erscheint sein nur ein Jahr später entstandenes gleichnamiges Gemälde weitaus beschaulicher. Man blickt auf ein Paar in Rückenansicht, das in der Dresdner Heide einvernehmlich eine einsame, teils baumbestandene, gewundene Landstraße entlanggeht, welche auf den abendlichen Horizont zuläuft. Offensichtlich handelt es sich auch bei diesem Werk um eine Selbstdarstellung des Künstlers, dieses Mal jedoch mit Lea Langer, die er wenig zuvor an der Dresdner Kunstakademie kennengelernt hatte und zwei Jahre später heiraten sollte. Es ist eine friedliche, ausgeglichene Komposition, die als Sinnbild für den geplanten gemeinsamen Lebensweg der beiden Künstler interpretiert werden kann. | Maike Steinkamp