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Stillleben mit Früchten

1952 erworben durch das Land Berlin

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Objektbeschreibung

In der Nachkriegszeit hielt der in West-Berlin lebende Hofer an seinem gegenständlichen Malstil fest, was ihm viel Kritik einbrachte. Für den Künstler erreichte die Formalismusdebatte 1955 einen Höhepunkt in dem öffentlichen, über Zeitungen ausgetragenen Streit mit dem Kunstkritiker Will Grohmann. Im Februar veröffentlichte der Berliner „Tagesspiegel“ einen Artikel Hofers mit dem Titel „Der Mut, unmodern zu sein“. Darin positionierte sich der Maler gegen die in Westdeutschland propagierte Vormachtstellung der Abstraktion und die Intoleranz gegenüber der Figuration. Grohmann fühlte sich daraufhin genötigt, die Moderne zu verteidigen, und warf Hofer Rückwärtsgewandtheit und Kulturpessimismus vor. Unter den Anfeindungen litt der Künstler zunehmend. Auch sein ehemaliger Schüler Ernst Wilhelm Nay distanzierte sich von ihm. Dabei wurde verkannt, dass Hofer kein prinzipieller Gegner der Abstraktion war. Viele seiner eigenen Werke enthalten abstrahierende Elemente, wie auch das „Stillleben mit Früchten“ von 1951 wo ein von einer zartroten Linie umrissenes Arrangement aus Äpfeln und Birnen auf einem unbestimmten, aus pastelltonigen Farbfeldern zusammengesetzten Hintergrund platziert ist. Im März 1955 trat Hofer von seinem Amt als Direktor der Hochschule für Bildende Künste zurück. Im darauffolgenden Monat starb er an den Folgen eines Schlaganfalls. | Irina Hiebert Grun