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Frau am Strand


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Objektbeschreibung

Das Motiv der sitzenden weiblichen Rückenfigur, die allein an einem breiten Strand mit großen, abgeschliffenen Steinen sitzt und auf das Meer schaut, hat Rosenhauer mehrfach ausgeführt. Eine Reminiszenz an entsprechende Rückenfiguren auf den Bildern von Caspar David Friedrich, wie sie Rosenhauer aus den Museen in Berlin und Dresden kannte, ist anzunehmen. Nur wenige seiner Arbeiten zeigen die Frau auch von vorn oder von der Seite: Es ist sein immer wiederkehrendes Modell, die Lebensgefährtin Katharina Bongers, die er bereits 1929 kennengelernt hatte. „Ohne ihre Liebe, ohne ihr feines Verständnis für meine Arbeiten und meine Arbeit; ich weiß nicht, was aus mir geworden wäre. Sie hat an mich geglaubt.“ (Theodor Rosenhauer, in: Horst Drescher, Die Erdfarben des Malers Theodor Rosenhauer, in: MalerBilder. Werkstattbesuche und Erinnerungen, Berlin [Ost]/Weimar 1989, S. 114) Von dem vorliegenden Bild, das bis 1969 dem Außenministerium der DDR gehörte, gibt es eine verwechselbare Replik im gleichen Format, von Rosenhauer auf das Jahr 1968 datiert oder nachdatiert. Sie befand sich noch 1989 im Besitz des Künstlers. Horst Drescher notierte nach einem Atelierbesuch: „Und eine Frau am Meer, bei Rosenhauer sind die Steine, auf denen diese Frau sitzt und in die endlose Weite blickt, sie sind niemals ein Strand, das ist die Begegnung von Land und Meer, da ist nichts Heiteres.“ (Drescher, S.107) Das Gemälde wurde mit weiteren Werken des Malers (A IV 226; A IV 228) 1969 vom Außenministerium der DDR an die Nationalgalerie (Ost) überwiesen; zuvor hatte Dr. Lothar Bolz, ein Sammler und Bewunderer der Kunst von Rosenhauer, von 1953 bis 1965 das Ministerium geleitet. | Angelika Wesenberg