Karl Friedrich Schinkel. Statuette
Objektbeschreibung
Drakes Schinkel-Statuette, die in der weithinblickenden Anlage der Figur wie auch in dem Standmotiv mit Zeichentafel enge Parallelen in Tiecks Schinkel-Standbild (heute Friedrichswerdersche Kirche, Berlin) und in der bereits 1835 von Drake geschaffenen kleineren Statuette hat, gehört zu den imagebildenden und nachhaltig weiterwirkenden Werken des Berliner Klassizismus. Das Statuettenformat erfreute sich seit etwa 1830 großer und anhaltender Beliebtheit: Privates Bildnis und öffentlicher Denkmalgedanke vereinigten sich in diesen Werken. Dementsprechend fasst Drake auch den Charakter seines Modells denkmalhaft und ernst auf: Die großformige Behandlung des Gewands gleicht einer antikisierenden Verbrämung des doch sehr konkreten Zeitkostüms, die innehaltend-rastend übereinander gelegten Hände vermitteln die berechtigte Zufriedenheit mit der eigenen Lebensleistung. | Bernhard Maatz