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Elbsandsteingebirge (Schrammsteine) in Wolken


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Objektbeschreibung

Nach der Entlassung aus seiner Professur in Dresden aufgrund des vom NS-Regime verabschiedeten „Gesetzes zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ im April 1933 zog Dix an den Bodensee um. Zur gleichen Zeit gab er die für ihn charakteristische offensiv gesellschaftskritische Malerei auf und widmete sich der Landschaft als zentralem Sujet. Diese Ansichten spiegeln die unmittelbare Umgebung und damit vielfach die Bodenseeregion wider, zunächst um Randegg und nach Fertigstellung des Wohn- und Atelierhauses in Hemmenhofen 1936 die Gegend um den Untersee nahe der Schweizer Grenze. Gemälde wie „Aufbrechendes Eis (mit Regenbogen über Steckborn)“ (1940; Museum zu Allerheiligen, Schaffhausen) lassen sich als politische Sinnbilder verstehen. Zudem fertigte Dix vielfach klassisch anmutende Landschaften ohne erkennbare politische Lesart an. Im Zusammenhang mit regelmäßigen Reisen nach Dresden und in die nahegelegene Sächsische Schweiz entstanden Gemälde wie „Elbsandsteingebirge (Schrammsteine) in Wolken“: eine landwirtschaftlich bestellte Landschaft mit Dorf, in deren Hintergrund die Felsengruppe der Schrammsteine aus dem Nebel emporragt. Es handelt sich um eine vormoderne, regionalistische Darstellung, die in Motiv und Komposition an Vorbilder wie Pieter Bruegel den Älteren (um 1526/30–1569) erinnert. Obwohl sie vergleichsweise systemkonform waren, beurteilte die NS-Presse Dix’ Landschaften, die er etwa 1935 in der Berliner Galerie Nierendorf zeigte, als „mit Romantik verbrämt“ (Otto Dix – „genesen“?, in: Das schwarze Korps, 26.6.1935, S. 12). Bis 1945 konnte sich der Maler kaum mehr an Ausstellungen in Deutschland beteiligen. | Ina Jessen