Sanbornville I
Objektbeschreibung
Stella studierte 1954 bis 1958 Geschichte an der Princeton University und nahm Malunterricht bei William C. Seitz und Stephen Greene. Nach dem Studium zog er nach New York City, wo seine „Transitional Paintings“ entstanden, außerdem malte er seine ersten „Black Paintings“. 1960 hatte Stella seine erste Einzelausstellung in der Galerie Leo Castelli und begann, mit den für ihn typischen „shaped canvases“ zu arbeiten. Er verwendete hierfür individuelle Leinwandformate, die der innerbildlichen geometrischen Form folgen. So versuchte er, die Dualität von Bildträger und Bildstruktur aufzuheben und die Grenzen zwischen Malerei und Skulptur zu verwischen. Die „Irregular Polygon Series“ (1965–1967) umfasst Arbeiten, die aus unregelmäßigen Vielecken zusammengesetzt sind und reflektiert Stellas Überlegungen zum Thema Asymmetrie. Die Werkreihe besteht aus elf Kompositionen, die nach Städten in New Hampshire betitelt sind, darunter „Sanbornville I“. Der Umriss der Leinwand ist unregelmäßig, als Ganzes besteht das Gemälde jedoch aus geometrischen Formen. Die das Bild umrandenden Streifen werden an einigen Stellen zu eigenen Formen, im vorliegenden Fall zu einem Dreieck und einem Trapez. Die scheinbar quadratische Leinwand bricht schräg nach rechts aus. Zwischen den Farben Rot und Grün bleibt jeweils ein 6 mm schmaler Bereich frei, wodurch die einzelnen Farbflächen optisch mehr Raum erhalten. | Sarah Hampel