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Das große Dachfenster


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Objektbeschreibung

Mattheuer gehörte neben Bernhard Heisig, Willi Sitte und Werner Tübke zu den führenden Vertretern der sogenannten Leipziger Schule. Sein Stil vereint Elemente der Neuen Sachlichkeit mit oftmals surrealen, verschlüsselten Bildmotiven, die sich teilweise als kritische Kommentare zur politischen Realität lesen lassen. Landschaftsbilder nehmen in seinem Œuvre einen hohen Stellenwert ein, wobei Mattheuer vor allem seine vogtländische Heimat oder das Leipziger Umland abbildete. Ein weiter Horizont und die alles überstrahlende Himmelsfläche lassen an Caspar David Friedrich und andere Romantiker denken, gleichzeitig vermitteln die meisten von Mattheuers Gemälden eine zeitgenössische politische Aussage. Hier gewährt er uns als Betrachtenden einen Blick auf die weite Landschaft und den Sonnenaufgang. Die Aussicht könnte als Einschränkung gedeutet werden, ist das Dachfenster doch nur halb geöffnet und abgesichert. | Maike Steinkamp