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Kohlenträger Nitsche


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Objektbeschreibung

Auch dieses Bild gehört neben „Demonstration“ (A IV 78) und „Agitator“ (A IV 77) in die Gruppe der „Tendenzbilder“, von denen sich Querner selbst später in gewisser Weise distanzierte. Im Tagebuch notierte er unter dem 22. Juni 1939, möglicherweise mit Bezug auf den „Agitator“, was aber gleichermaßen für den „Kohlenträger“ gelten kann: „Heute das letztgemalte Tendenzbild von 1932 [sic] vernichtet, d. h. die damalige Form vernichtet. Die Figur ist erhalten geblieben […]. Ganz abgesehen von dem Wert der Malerei, ist die Figur mit gehörigem Ernst und Leidenschaft gemalt. Ich sehe nicht ein, warum dies vernichtet werden soll!“ (Curt Querner, Tag der starken Farben. Aus den Tagebüchern 1937 bis 1976, Dresden 1996, S. 35). Der „Wert der Malerei“ hatte sich für Querner mit einem „wahrhaftigen“ Bild des Menschen zu verbinden, das alles „nur Schöne“ austreiben müsse und zwar „erbarmungslos“, wie ein Porträtierter im Kriegsgefangenlager bemerkt hatte. Die Kritik, die gern Arbeiterheroen gesehen hätte, erkenne hier nur „Kretins“ (Eintrag vom 9.12.1945, in: ebd., S. 66). Ein Bild gleichen Titels befindet sich im Deutschen Historischen Museum, Berlin, und ein Aquarell im Museum Junge Kunst, Frankfurt/Oder (WVZ Dittrich/Neumann 1984, A 18, B 30). | Kyllikki Zacharias