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Objektbeschreibung

Dargestellt ist hier möglicherweise Ola Wolpe (1902–1985), die zusammen mit Pap bei Johannes Itten am Bauhaus in Weimar studiert hatte und zur Entstehungszeit des Gemäldes mit dem Komponisten Stefan Wolpe verheiratet war. Das Bildnis lässt sich jedoch nicht eindeutig einer Person zuordnen, denn die verschatteten Augen, der anscheinend kahle Kopf, der grobflächige, fast bunte Farbauftrag auf dem Gesicht und um die Schlüsselbeine lassen eine konkrete Identität im Dunkeln. Dagegen verleihen die Neigung des Kopfes und das leichte Lächeln der Porträtierten eine persönliche Note. Pap, der nicht nur als Maler, sondern auch als Lithograf, Silberschmied und Designer arbeitete, nahm das Bild offenbar 1933/1934 mit nach Ungarn, als er dorthin zurückkehrte. 1934 wurde er Mitglied der Gruppe Szocialista képzőművészek csoportja, in der sich linksgerichtete, der kommunistischen Partei nahestehende Künstler versammelten. Von 1949 bis 1962 war Pap Professor an der Hochschule für bildende Kunst in Budapest. | Emily Joyce Evans