Logo

Fischer in der Brandung


FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

1937 beschlagnahmten die Nationalsozialisten zehn Gemälde von Nay aus Museumsbesitz. Zwei von ihnen waren auf der Schandausstellung „Entartete Kunst“ zu sehen, der Maler selbst wurde mit Ausstellungsverbot belegt. Durch die Vermittlung des entlassenen Lübecker Museumsdirektors Carl Georg Heise erhielt Nay ein Stipendium von Edvard Munch, das ihm eine Reise nach Norwegen ermöglichte. Er verbrachte drei Monate auf den Lofoten, wo großformatige Aquarelle entstanden. Zurück in Berlin verarbeitete Nay sie zu einer Reihe von Gemälden. Die „Lofoten-Bilder“ von 1937/1938 nehmen das Thema der zuvor geschaffenen „Dünen- und Fischerbilder“ auf. Neben den Fischern, ihren Booten und dem wogenden Meer sind nun die hoch aufragenden Steilküsten der norwegischen Fjorde zu sehen. Zugleich erweiterte sich Nays Farbpalette. Beeindruckt vom klaren Licht und den leuchtenden Farben des hohen Nordens fanden jetzt auch strahlende Grün-, Gelb- und Orangetöne Eingang in seine Bilder. Mit expressivem Duktus steigerte Nay das Naturgeschehen zu einem unruhig-aufgebrochenen Rhythmus von elementarer Wucht. | Kyllikki Zacharias