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Inneres einer Süddeutschen Kirche


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Objektbeschreibung

Die schnell hingeworfene Ölstudie eines Kircheninterieurs kam durch den Nachlass des Berliner Privatsammlers Dr. Georg August Freund in die Sammlung der Nationalgalerie. Freund, dem der Münsteraner Maler Bröker freundschaftlich verbunden war, hatte ursprünglich elf Werke des Künstlers besessen; zehn davon blieben in Familienbesitz, darunter Porträts von Familienangehörigen. Sie dürften Auftragsarbeiten gewesen sein, mit denen Freund als Mäzen den Maler „auf dem dornenvollen Pfad der Kunst“ zu unterstützen suchte (O. Frommel, Rede gehalten im Trauerhause am Sarge des Herrn Dr. Georg A. Freund, Berlin 1914, S. 5). Brökers Ölstudie in der Nationalgalerie skizziert in schwungvollem Strich das Seitenschiff einer barockisierten gotischen Kirche mit einer Kreuzigung Christi am Vierungspfeiler. Das Bild knüpft lose an die Tradition der Darstellungen von Kircheninnenräumen in der niederländischen Malerei des 17. Jahrhunderts an, wie das ebenfalls aus der Sammlung Freund stammende Gemälde „Inneres einer Barockkirche“ von Johannes Bosboom (um 1880, A III 671). | Regina Freyberger