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Champ de Blé

1985 erworben durch das Land Berlin

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Objektbeschreibung

Der auf dem Peloponnes geborene Künstler, der stets mit seinem Vornamen signierte, arbeitete bereits in der Werbung und als Bühnenbildner, bevor er zwischen 1949 und 1953 an der Kunsthochschule in Athen studierte. Kurz danach erhielt er sein erstes Stipendium für einen Aufenthalt in Paris, wo er sich an der Académie de la Grande Chaumière einschrieb. Er trat schnell in Kontakt mit Vertretern der Pop-Art und des Nouveau Réalisme, die sein künstlerisches Schaffen in Richtung der Objektkunst lenkten und seinen Blick für das Alltägliche schulten. Mit dem Plakatpapier als bevorzugtem Arbeitsmaterial reflektiert Pavlos Massenproduktion und Konsumgesellschaft. Seine Werke bewegen sich zwischen Bildhauerei und Malerei. Neben seinen skulpturalen Arbeiten aus Papier schuf er dreidimensionale Arbeiten aus Papierstreifen, mit denen er Effekte der figurativen Malerei erreichte. Die Papierschnitzel sind im vorliegenden Werk das ausschließliche Arbeitsmaterial und somit Form, Farbe und Materie zugleich. In „Weizenfeld“ wird die klassische Leinwand durch polychrome Plakatfetzen ersetzt. Die mit den Papierstreifen generierten optischen Wellen und Vibrationen lassen fast schon synästhetisch nachempfinden, wie der Wind über das Weizenfeld streicht – ein einfaches Sujet, das Pavlos Faszination für die alltäglichen Dinge zum Ausdruck bringt. | Lola Inó Schönherr