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La Guerre

Schenkung Otto van de Loo

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Objektbeschreibung

Während eines Aufenthalts in Paris 1950–1952 produzierte Constant eine Reihe von Bildern, in denen er die Gewalt und zerstörerische Kraft des Krieges in expressiven Motiven zum Ausdruck bringt. Zuvor war er 1949 auf einer Fahrt nach Kopenhagen durch das in weiten Teilen zerstörte Deutschland gereist. In „La Guerre“ (Der Krieg) von 1950 wird der Vordergrund des Gemäldes von einer stilisierten menschlichen Figur dominiert, die um Hilfe flehend ihren rechten Arm hebt. Ein Gitternetz aus weißen Linien umschließt den als schwarze Fläche gestalteten Körper und erzeugt ein Gefühl der Beklemmung. Die Gesichtszüge drücken Angst aus, der Mund ist zu einem Schrei geöffnet. In Kontrast dazu ist der linke Arm in einer kraftvollen Geste gebeugt, die Hand zur Faust geballt und vor einen braunen Grund gesetzt. Im Bildhintergrund ist ein brennendes Haus unter einer riesigen schwarzen Rauchwolke zu sehen, nur eine Leiter führt zum Boden hinab. Es hebt sich von einer intensiv rot-orangefarbenen Fläche ab, von der die Szene eingefasst wird. Ganz offensichtlich nimmt Constant in diesem Bild auf den Krieg und das Terrorregime der Nationalsozialisten Bezug, von dem auch die Niederlande stark betroffen waren. Im Unterschied zu den anderen Mitgliedern der CoBrA-Gruppe setzte er sich in seinen Bildern explizit mit der Zeitgeschichte auseinander, so auch mit dem Koreakrieg, der im Entstehungsjahr dieses Werkes begonnen hatte. | Julia Hosp