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Objektbeschreibung

Mit seiner Werkserie „Achromes“ – der titelgebende Neologismus kann in etwa als „unfarbig“ übersetzt werden – strebte Manzoni einerseits eine ultimative Reduktion der Malerei an, anderseits nutzte er Materialien mit plastischen Eigenschaften, die den Übergang vom Bild in das Objekt eröffneten. Er tränkte seine Leinwände in Gips oder Ton und beließ die durch den Trocknungsprozess zufällig entstandenen reliefartigen Faltungen oder modellierte den Bildträger mit Glaswolle, Kordel und Styropor. Auch integrierte er Lebensmittel, indem er beispielsweise mit Kaolin überzogene Brötchen in serieller Reihung auf der Leinwand anordnete. Das gestalterische Prinzip der geometrischen Rasterstruktur in Gegenüberstellung mit einem unregelmäßig handverarbeiteten Material findet sich auch bei der Arbeit in der Sammlung der Nationalgalerie. Hier nähte der Künstler kleine Quadrate auf die mit Kaolin und Leim bestrichene Leinwand. Zu seinen vollständig weißen, selbstreferenziellen Arbeiten wurde Manzoni durch die monochromen blauen Gemälde von Yves Klein angeregt, die er 1957 kennengelernt hatte. Die Werkgruppe wuchs bis zu Manzonis Tod im Jahr 1963 auf nahezu 600 Arbeiten an. | Irina Hiebert Grun