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Porte IX

1981 erworben durch das Land Berlin

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Objektbeschreibung

Tuckers Werk lotet die gesamte Bandbreite der bildhauerischen Mittel und Formen aus, die zwischen Figürlichem und Abstrakten wechseln und die Grenzen zwischen beidem aufheben. Die Vielseitigkeit seines künstlerischen Schaffens flankierte er 1974 mit seinem theoretischen Werk „The Language of Sculpture“ als einem der wichtigsten Publikationen zum Thema Bildhauerei der Nachkriegszeit. Auch „Porte IX“ ist beispielhaft für ein Austesten dessen, was die Bildhauerei vermag: Die bronzierte Eisenarbeit changiert in der Betrachtung zwischen Skulptur und Zeichnung. Es ist ein Spiel mit der Wahrnehmung, das je nach Blickwinkel die Frage aufwirft, wie die Linien und die Konstruktion miteinander zusammenhängen. Es sind Linien im Raum, die wie gezeichnet den physischen Raum markieren und beschreiben. Die Serie der „Porte“-Skulpturen hatte Tucker bereits in den 1950er-Jahren begonnen. Deutlich tritt in Tuckers freiem Umgang mit den Dimensionen, dem lockeren Wechsel zwischen Zeichnung und Skulptur, gegenständlicher und ungegenständlicher Darstellungsweise ein zentrales Anliegen hervor, nämlich die Untersuchung von Sehen und Wahrnehmung und somit letztlich das Hinterfragen von Deutung und Bedeutung. | Sintje Guericke