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Die drei großen Jäger


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Objektbeschreibung

Das großformatige Gemälde „Die drei großen Jäger“ aus dem Jahr 1981 zeigt die titelgebenden Protagonisten zwar bildfüllend und zentral, jedoch nur schemenhaft: Durch den Verzicht auf klare Konturen und Farbkontraste heben sie sich kaum vom Hintergrund und den sie umgebenden Details ab. Wie monströse Wächter stehen sie, begleitet von drei Jagdhunden, aufrecht und mit Gewehren bewaffnet, aber mangels sichtbarer Gesichtszüge entindividualisiert, als Typen in einer Szenerie, die auf eine Arena wie das römische Kolosseum hindeutet. Zwischen dem linken und dem mittleren Jäger tragen zwei miniaturhafte Männer eine Bahre mit einem Kadaver hindurch. Am rechten Bildrand befindet sich – ebenfalls en miniature – ein Figurenpaar, das Fragen aufwirft: Ein leichenblasser, nackter Körper hält den linken Arm um die Schulter einer weiteren Person, die in flehendem Gestus ihre Arme dem Rumpf des Jägers entgegenstreckt, den Kopf nach oben gerichtet, mit weit geöffnetem Mund schreiend. Die zwischen Spektakel und Drama oszillierende Szene entfaltet bedrohliche Wirkung – nicht nur durch die dargestellten Figuren, sondern auch durch die Farbigkeit, die die Dominanz der Jäger noch verstärkt: Neben Moosgrün, der Farbe der Jägertracht, ist der Boden in fahles Blutrot getaucht. Es mag erstaunen, dass dieses Gemälde im Auftrag des Verbandes Bildender Künstler der DDR entstanden ist, konterkariert es doch die in der DDR gängige Heroisierung des sozialistischen Jagdwesens. | Michaela Mai