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Zwei Mädchen auf dem Hügel


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Objektbeschreibung

Weibliche Akt- und Halbaktdarstellungen, in denen Hofer klassische Ideale von Schönheit und Harmonie gestaltete, finden sich seit dem Frühwerk. Von den „Zwei Mädchen auf dem Hügel“ malte Hofer 1948 eine weitere Fassung (WVZ Wohlert/Eisenbeis 2111). Die Ursprungsversion ist in dem zwei Jahre zuvor entstandenen Gemälde „Zwei Mädchen“ (WVZ Wohlert/Eisenbeis 1939) zu erkennen. Auch dort blicken zwei weibliche, nebeneinander angeordnete Figuren mit freiem Oberkörper im Halbprofil zum rechten Bildrand. Das über die Schulter der Dunkelhaarigen geworfene weiße Tuch sowie das ungleichmäßig horizontal verlaufende blaue Farbfeld im Bildhintergrund legen eine Einordnung des Motivs in die Reihe der Strandbilder nahe. In der Nachkriegszeit fand Hofer, der ab 1945 im amerikanischen Sektor Berlins die Hochschule für Bildende Künste leitete, zunächst auch im Osten Anerkennung. Mit Oskar Nerlinger gab er ab 1947 die im sowjetischen Sektor erschienene Zeitschrift „bildende kunst“ heraus. Nachdem Hofer jedoch im Oktoberheft 1948 jegliche „Forderungen außerkünstlerischer Art“ an die Malerei vehement abgelehnt hatte, kam es zu einem Disput über Kunst und Politik mit Nerlinger. Kurz darauf trat Hofer als Mitherausgeber zurück. Da seine Kunst nicht den Idealen des Sozialistischen Realismus entsprach, ließ sie sich auch nicht für das DDR-Regime vereinnahmen. | Irina Hiebert Grun