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Berliner Vorstadt

1966 erworben durch das Land Berlin

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Objektbeschreibung

Hinter dem wellenförmig anbrandenden Grün im Vordergrund stehen zu geometrischen Formen abstrahierte Häuser. Die Komposition ist vorgeprägt in dem Bild „Berliner Häuser (Hinterhäuser)“ von 1951 (WVZ Schmied/Seel 1976, 594), sie begegnet uns auch schon in der Grafik „Berlin am Meer“ von 1949 (WVZ 728), wo die seltsamen Wellen deutlich von den damals noch allgegenwärtigen Schuttbergen inspiriert sind. Die hier dargestellte Häuserzeile konstituiert sich aus hellen Farbflächen, Rosa, Grün und Blau setzen Akzente, gegliedert sind die einzelnen Fassaden durch Reihen schwarzer Fensterlöcher. Die Häuser scheinen nicht bewohnt, sie gleichen Kulissen. Die beiden schwarzen Brandmauern verdeutlichen, dass hier nach Abtragung der Trümmer angrenzende Gebäude fehlen. Ein kubistisch beeinflusster Bildaufbau mit Anklängen an die Realität im Berlin der Nachkriegsjahre. Das Blau im Hintergrund vermittelt Assoziationen an Weite, auch an Wasser, „Berlin am Meer“ ist eine wichtige Metapher im Werk des Malers. Schon 1932 erkannte Heldt die Poesie karger, menschenleerer Häuser und dichtete: „Und hunderttausend bleiche Häuser stehn und grübeln / Mit toten Augen träumen sie vom fernen Meer, / Und starre Trauer liegt auf ihren kahlen Giebeln, / Darüber sich ein fahler Himmel beugt so schwer.“ (zit. nach WVZ, S. 102) | Angelika Wesenberg