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Objektbeschreibung

In Tradition antiker Hermaphroditen lagert der androgyne »Hyazinth« ausgestreckt am Boden. Die  Figur ist ganz auf die Präsentation körperlicher Schönheit ausgerichtet. Lediglich sein melancholisch in die Ferne gerichteter Blick sowie seine beiläufig auf einem Diskus abgelegte Hand deuten seinen  schicksalhaften Tod an. In Berlin wurde Bosios »Hyazinth« vor allem für seinen dünnwandig  ausgeführten Guss euphorisch gefeiert, denn im Laufe des 18. Jahrhunderts war die Tradition des  Bronzegusses in Deutschland nahezu vergessen. Insbesondere Johann Gottfried Schadow und sein  Schüler Christian Daniel Rauch bemühten sich um dessen Wiederbelebung mit Hilfe französischer Gießer und Ziseleure. | Yvette Deseyve