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Athlet

Schenkung Otto van de Loo

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Objektbeschreibung

Anfänglich geprägt von den Bildhauern der Münchner Akademie um Toni Stadler (vgl. NG 3/75) und Heinrich Kirchner (vgl. B 816), dessen Meisterschüler Fischer ab 1955 war, entfernte er sich im Kontakt mit internationalen Tendenzen des Informel zunehmend von der tektonischen Figurenauffassung der Münchner Schule. Den durch Kirchner vermittelten experimentellen Ansatz des Arbeitens mit Wachsplatten und unmittelbaren Gießens im Cire-Perdue-Verfahren entwickelte er im Bereich der Tonplastik weiter. Auf Initiative der Maler Helmut Sturm, Heimrad Prem und HP Zimmer wurde Fischer 1957 Mitbegründer der Künstlergruppe SPUR, die mit ihren provokativen Aktionen die Grenzen zwischen gesellschaftlichem Engagement und bildender Kunst neu auslotete und damit für Aufsehen sorgte. Zeitweise belegte das Bayerische Kultusministerium die Gruppe mit Ausstellungsverbot in landeseigenen Ausstellungsräumen. Besondere Bedeutung kam in dieser Situation dem Kunsthändler Otto van de Loo zu, der nicht nur Künstler des deutschen Informel sowie zeitgenössische internationale Positionen vertrat, sondern sich auch für die Verbreitung der engagierten jungen Münchner Szene um Fischer einsetzte. Sowohl „Athlet“ als auch die Terrakotta „Spielender Mond“ (NG 22/91) sind Schenkungen Otto van de Loos an die Nationalgalerie. | Yvette Deseyve