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Porträt Susi Thurau

1957 erworben durch das Land Berlin

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Objektbeschreibung

Das „Porträt Susi Thurau“ ist das letzte Bildnis Kolbes. Die 29 Zentimeter hohe Bronzeskulptur entstand ein Jahr vor dem Tod des Künstlers und zeigt die Tochter seines Bekannten Arthur Thurau. Porträtbüsten und Bildnisköpfe sind, nach Aktplastiken, das zweite große Thema in Kolbes plastischem Werk. Er porträtierte zahlreiche Menschen aus seinem Umfeld sowie bedeutende Vertreter*innen aus Politik, Kultur und Kunst. In der Sammlung der Nationalgalerie befinden sich mehrere Arbeiten von ihm aus den 1920er-Jahren, der Hochzeit seines Schaffens als gefragter Porträtist, darunter „Junge Russin“ (B III 252), „Porträt Ferruccio Busoni“ (B 72/10), „Porträt Paul Cassirer“ (B III 76), „Porträt Max Slevogt“ (B I 483), „Porträt Hanna Kiel“ (B I 667). Mit dem Beginn des Zweiten Weltkriegs verschlechterte sich jedoch die Auftragslage für Porträtkünstler*innen erheblich. Kolbe, der zu den bevorzugten Künstlern des NS-Regimes zählte und noch 1938 den spanischen Diktator Francisco Franco porträtierte, schuf daher in seinen letzten Lebensjahren nur noch wenige Bildnisse. Nachlassendes Augenlicht und eine wiederkehrende Krebserkrankung erschwerten seine Arbeit zusätzlich. | Philine Pahnke