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Massacre du Printemps


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Objektbeschreibung

Der gebürtige Belgier mit russischen Wurzeln studierte ab 1944 Buchillustration und Typografie an der École Nationale Supérieure d’Architecture et des Arts décoratifs in Brüssel. Kurz nach seinem Abschluss wurde Alechinsky Mitglied der jungen Künstlergruppe CoBrA, deren Name ein Akronym für Copenhagen, Brüssel und Amsterdam ist, den Herkunftsstädten der Gründer. Trotz des kurzen Bestehens der Vereinigung von 1948 bis 1951 gelang es ihr, sich in die Kunstgeschichte einzuschreiben und internationale Bekanntheit zu erlangen. Alechinsky beteiligte sich an zahlreichen Kollaborationen des Kollektivs und bezog wichtige Einflüsse aus dem experimentellen Arbeiten. Alechinsky wählte eine Vielfalt an künstlerischen Medien, erlernte unterschiedliche grafische Techniken und kombinierte sie spielerisch miteinander. In den 1950er-Jahren befasste er sich intensiv mit japanischer Kalligrafie und reiste für längere Zeit nach Kyoto und Tokio, was sein Werk nachhaltig beeinflusste. Neben seinem vorrangig grafischen Schaffen sind ein großer Bestandteil seines Œuvres Gemälde. Im Laufe des künstlerischen Prozesses schichtete er Zeichnung und Malerei, halbtransparente und opake Farben, Papier und Leinwand übereinander. Sichtbar prägten Imagination und Spontanität sein Werk, was in dem Gemälde „Frühlingsmassaker“ zum Vorschein kommt. Dem dunklen Untergrund entsteigen mystische floral-faunische Mischwesen, und der suggerierte Raum wird zum Geheimnisort. | Evelyn Sutter