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Rotbraun und Gelb

1964 erworben durch das Land Berlin

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Objektbeschreibung

In London als Edith Goldschmidt in eine deutsch-jüdische Familie hineingeboren, wuchs Galliner in Hamburg und Berlin auf. Im Jahr der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 kehrte sie nach England zurück. Sie studierte an Kunsthochschulen in London und absolvierte in Paris eine Lehre zur Silberschmiedin. Zunächst standen Keramiken und Schmiedearbeiten im Zentrum ihres Schaffens, bis sie sich ab den 1940er-Jahren verstärkt mit abstrakter Malerei auseinandersetzte. Nach dem Zweiten Weltkrieg lebte sie abwechselnd in Großbritannien und Deutschland und stellte in beiden Ländern aus. Zu ihren abstrakten Werken zählt auch das hochformatige Gemälde „Rotbraun und Gelb“. Die Ölmalerei ist durch eine Collage aus Pappen, Stoffteilen und Fäden ergänzt, die sich mit der Farbschicht überschneidet und diese durchdringt. Rostrot und Braunschwarz grundieren die obere und untere Hälfte des Bildes und bilden gleichsam einen dunklen, ruhigen Rahmen um das helle, energiegeladene Zentrum: Unregelmäßige, orangene Linien züngeln auf gelbem Grund; getropfte schwarze, dunkelgraue, rote und weiße Farbspuren bewegen sich vor heller Kulisse. Die unterschiedlichen Oberflächen und verschiedenen Bewegungen der Fäden verstärken die Dynamik zusätzlich. | Lisa Hackmann