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Objektbeschreibung

Während des Zweiten Weltkriegs stellte sich insbesondere in Osteuropa eine große Gruppe von Widerstandskämpfer*innen der Wehrmacht entgegen. Allein auf dem Gebiet der UdSSR waren während der deutschen Besatzung schätzungsweise bis zu 250.000 Partisan*innen aktiv. Nach 1945 wurden sie und ihre Taten zum Stoff antifaschistischer Heldenerzählungen. Hoffmanns idealisierte, anonyme Büste einer entschlossen wirkenden, bewaffneten Frau reduziert ihre Identität auf die einer Kämpferin. Die Haare sind praktisch und schlicht unter einem Kopftuch zusammengebunden, der Ausschnitt ihres Oberteils ist schmucklos, der Patronengürtel über der rechten Schulter zeigt ihre Kampfbereitschaft. In der DDR, wo Erzählungen von Partisanen weniger präsent waren als in anderen Ländern des Ostblocks, wurde die Büste im Kontext der Erinnerungskultur zur Schau gestellt, so zum Beispiel im Rahmen der Ausstellungen „Anklage und Aufruf“ (1964) und „30 siegreiche Jahre“ (1975). Ab Mitte der 1980er-Jahre befand sich die „Partisanin“ im Otto-Nagel-Haus in der Abteilung proletarisch-revolutionärer und antifaschistischer Kunst der Nationalgalerie (Ost). | Emily Joyce Evans