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Figuren vor einem Eingang


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Objektbeschreibung

Ein sattes Petrolblau bestimmt das Bild „Figuren vor einem Eingang“ und verleiht der Szenerie eine nächtliche Anmutung. Die vier schematisch dargestellten Figuren heben sich, wie es für Arbeiten von Leber typisch ist, nur geringfügig vom übrigen Bildraum ab. Dominanter als die titelgebenden Figuren erscheinen die roten Linien der Gebäudekonstruktion, vor der die Gruppe steht. Die gewählte Perspektive – eine Draufsicht – weist der betrachtenden Person eine konkrete Position zu, sodass sie Teil der Szene wird: Sie schaut von der anderen Straßenseite nach unten. Die weitgehend abstrakte Komposition wird nur durch Andeutungen zu einer Bildwelt alltäglichen urbanen Erlebens. Leber hatte Ende der 1950er-Jahre an der Meisterschule für Kunsthandwerk in Berlin-Charlottenburg die Grafikklasse besucht. Lehrende und Schüler*innen begeisterten sich für die klassische Moderne, was auch den jungen Leber prägte. Einige Jahre später schloss er sich der Gruppe von Maleri*innen und Grafiker*innen der sogenannten Berliner Schule an. Ihre Gemeinsamkeit war die Verehrung von Künstlern wie Paul Cézanne und Pablo Picasso. Im Zentrum ihres künstlerischen Interesses standen vielfach die Stadt und der Mensch im modernen Alltag. | Sabrina Kotzian