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Übermalung schwarz-grün


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Objektbeschreibung

Rainer fand seine künstlerische Initiation Anfang der 1950er-Jahre im Surrealismus wie im Informel. Der Surrealismus, insbesondere dessen metaphorische Bildsprache, eröffnete dem in Wien lebenden Maler eine Welt, in der das Fantastische, Irrationale, Unterbewusste und Intuitive zentral waren. Diese Elemente führten ihn zu einer spontanen, gestischen Malweise, die er mit den Techniken des Informel verband: Die Formlosigkeit und der direkte Ausdruck von Emotionen wurden zu wesentlichen Anliegen seines Schaffens. Bald jedoch begann der von einem Überarbeitungszwang getriebene Rainer, sich in noch radikalerer Form mit der Malerei auseinanderzusetzen. Zu den in diesem Zusammenhang entstandenen Bildern zählen ab 1953 seine „Reduktionen“, die, bis auf eine kleine, weiß gelassene, geometrisch abgegrenzte Restfläche, dicht monochrom schwarz bemalt sind. Solche akribischen Bearbeitungen führten Rainer schließlich zu seinen Übermalungen als eigenständige Technik, mit der er bestehende Bilder – sowohl eigene als auch fremde – durch Schichten von Farbe und Zeichnung veränderte. Aus dieser Werkgruppe stammen „Übermalung schwarz/grün“ und „Ohne Titel“. Bei Letzterem ist die querformatige Leinwand bis auf die oberen Ecken vollständig mit schwarzer Farbe bedeckt. Die hügelförmige Fläche scheint sich nahezu in das Bildformat hineinzudrängen. So dicht ist die Farbe dabei aufgetragen, dass die darunterliegenden Schichten – möglicherweise eine Übermalung eines noch tiefer liegenden Urbildes – nicht mehr erkennbar sind. | Catherine Nichols