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Objektbeschreibung

Tiere spielen im Œuvre von Gerhard Marcks eine zentrale Rolle. Seine ersten erhaltenen Plastiken wie „Lauernde Wölfin“ (WVZ Busch/Rudloff 1977, 3), „Liegender Löwe“ (WVZ 6) oder „Fressender Löwe“ (WVZ 9) atmen noch den Geist der französischen animaliers, zum Beispiel Antoine-Louis Barye und Emmanuel Frémiet, insbesondere in der Wahl des kleinen Formats, der dynamischen Komposition oder kleinteiligen Oberflächenbearbeitung. Unter dem Einfluss des Tierplastikers August Gaul, der den Autodidakten Marcks mit Korrekturen unterstützte, stellt sich eine Formberuhigung ein, die mit einer zunehmenden Vereinfachung einhergeht. Auffallend stereometrisch ist die Komposition der „Büffelkuh“ angelegt, deren nach vorn gestreckte Kopfhaltung ein die Figur bestimmendes Dreieck bildet und ihren Nachhall im kubisch gebauten Körper findet. Die Gerhard-Marcks-Stiftung Bremen bewahrt einige Vorzeichnungen zur „Büffelkuh“ von 1953 auf. Sie gehen auf Eindrücke zurück, die Marcks im Herbst 1953 auf seiner Italienreise in Paestum sammelte. Der mit 5/8 bezeichnete Guss der Nationalgalerie wurde von der Gießerei Barth in Rinteln im Juli 1979 gegossen, mittlerweile ist die komplette Auflage ausgegossen. | Yvette Deseyve