Glockenblumen vor bemalter Wand
Objektbeschreibung
Auch dieses Gemälde zeigt Heckels Atelier im Dachgeschoss seines Bauernhauses an der Flensburger Förde (vgl. „Selbstbildnis“, A II 370). In Erinnerung an die glückvollen Jahre der Brücke-Zeit hatte er es ausgemalt mit einer Szenerie von Akten im Freien, die das Ideal des harmonischen Einklangs von Mensch und Natur beschwört. Jene Wandbilder haben sich nicht erhalten, finden aber ein Echo im Hintergrund zahlreicher Werke Heckels aus den 1920er-Jahren. Für viele Stillleben des Künstlers, die in jener Zeit entstanden, sind Elemente des Magischen Realismus charakteristisch. Die gemalten Figuren des „Bildes im Bild“ wirken eigentümlich belebt und scheinen miteinander zu kommunizieren oder zu agieren. Damit sind die Bildebenen verschränkt, wodurch ein vexierendes Spiel von Kunst und Wirklichkeit erzeugt wird. | Janina Dahlmanns