Logo

FacebookAuf Facebook teilen

Objektbeschreibung

Der gebürtige Ungar Vasarely kam 1929 zunächst mit konstruktivistischer Kunst in Kontakt, als er an der von Sándor Bortnyik gegründeten und am Bauhaus orientierten Mühely-Schule in Budapest Grafik studierte. 1930 ging Vasarely nach Paris und avancierte ab Beginn der 1960er-Jahre zum international bekanntesten Vertreter der Op-Art. Sein Interesse an Effekten optischer Täuschung („trompe-l’œil“) hatte er aber bereits während seiner frühen Tätigkeit als Werbegrafiker entwickelt. Seit 1947 konzentrierte sich Vasarely auf rein geometrische Formen, die er in abstrakten Mustern rhythmisch verdichtete. Die Jahre 1954 bis 1960 gelten als Vasarelys „Période Noir – Blanc“. Zu seinem damaligen Konzept äußerte der Künstler: „Warum ‚schwarz-weiße‘ Bilder? Um die Werke in Zeitung, Zeitschrift, Fernsehfunk und Film besser wiederzugeben. Also informieren mit dem Minimum an Entropie (Verwechslungsmöglichkeit). Aber das geht noch weiter: Schwarz und Weiß, Punkt und Linie, Schwarz und Weiß, Ja und Nein; das in einer Elektronenmaschine konservierbare Werk.“ (Vasarely, 1956, zit. nach Victor Vasarely, Ausst.-Kat., Hannover, 1963/64, o. S.) Das Gemälde „Bellatrix III“ zählt zu einer Werkgruppe, die nach dem dritthellsten Stern im Sternbild Orion benannt ist. Das Raster aus schwarzen Punkten ist wie entlang von Schnitten so gegeneinander versetzt, dass eine der Diagonalen sich in mehreren 90-Grad-Knicken nach innen zu winden scheint. Zuletzt ergibt sich je ein schwarzes und ein weißes, auf der Spitze stehendes Quadrat. | Dieter Scholz