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Objektbeschreibung

Der Schriftsteller und Journalist Kurt Pinthus begegnete Sintenis im April 1923 bei einem Teenachmittag, den sie und ihr Galerist Alfred Flechtheim für Joachim Ringelnatz ausgerichtet hatten. Anschließend beschrieb er sie in einem Artikel für das „Acht-Uhr Abendblatt“ als „indianerschöne, aufgereckte, sehr begabte Bildhauerin“ (Kurt Pinthus, in: Acht-Uhr Abendblatt, 26.4.1923). Die knapp 1,90 Meter große, schlanke Frau mit ihrem androgynen Wesen entsprach wohl tatsächlich der zeitgenössischen Vorstellung von einer wehrhaften Amazone oder Indianerin, als die sie sich womöglich auch selbst betrachtete. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass es sich bei der kleinformatigen „Indianerin“, die in ihrer statuarischen Pose und glatten Oberflächengestaltung den anderen Frauenfiguren Sintenis’ aus dieser Zeit entspricht, um eine Selbstdarstellung der Künstlerin handelt (WVZ Berger/Ladwig 2013, S. 92). | Maike Steinkamp