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Mutter und Kind


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Objektbeschreibung

Im Jahr 1958 war Balden nach einem Herzinfarkt vorzeitig von seiner Dozentenstelle in den Ruhestand entlassen worden. Möglicherweise hatten auch die seit Anfang der 1950er-Jahre schwelenden kulturpolitischen Konflikte an der Kunsthochschule zur Befreiung von seinen Verpflichtungen beigetragen. Fortan war Balden als freischaffender Künstler tätig. Dabei entstanden insbesondere Ende der 1950er- und Anfang der 1960er-Jahre Skulpturen, die sowohl in ihrer formalen Ausarbeitung als auch in ihrer Ikonografie und ihren Themen dem von der DDR-Regierung geforderten Realismus entsprachen. Er schuf genrehafte, erzählerische Szenen, Arbeiter-, Bauern- oder fröhliche Mutter-Kind-Darstellungen, wie diese aus dem Bestand der Nationalgalerie. Sie zeigt eine mit angewinkelten Beinen auf dem Boden sitzende junge Frau, die ihr kleines Kind auf den Knien balanciert. Es ist eine durchweg realistische Komposition, welche ohne die von Balden sonst so oft verwendeten organisch fließenden, abstrahierenden Formen auskommt. | Maike Steinkamp